Hohe Strafen wegen Akkordarbeit (Januar 2010)
Mit einem Bußgeld von etwa 20.000 Euro muss ein Unternehmer aus Bayern rechnen, weil er im Verdacht steht, dass er einen 37-jährigen Lkw-Fahrer aus Greiz in Thüringen verbotswidrig im Akkord fahren ließ
Wie die Polizei in Mönchengladbach mitteilt, war der Fahrer eines Sattelzuges aufgefallen, weil seine 27 Tonnen schwere und aus Stahlträgern bestehende Ladung mehr als 1 1/2 Meter über die geöffnete Ladebordwand nach hinten heraus ragte. Außerdem war die Ladung nicht ausreichend gesichert.
Teuer werden jedoch nach Polizeiangaben vermutlich die insgesamt 46 festgestellten Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten. Für den Lkw-Fahrer bedeutet dies nach Angaben der Polizei Mönchengladbach ein Bußgeld von 3.200 Euro. Doch damit nicht genug: Gleiches war dem Berufsfahrer am Monatsanfang bereits schon einmal geschehen. Die Polizei in Bayern stellte bei einer Kontrolle so viele Verstöße fest, dass sie ihm ebenfalls die Weiterfahrt untersagen musste.
Grund für die vielen Verstöße ist nach Polizeiangaben, dass der Fahrer von seinem Arbeitgeber nur ein geringes Grundgehalt erhält, dafür aber Leistungsprämien, die wiederum von der Anzahl der Touren abhängig sind [Anmerkung: Dies verstößt sowohl gegen EU-Richtlinien als auch gegen nationale Gesetze]. Die nach den Verstößen in Bayern anstehenden 10.000 Euro Bußgeld für den Unternehmer dürften sich nach den Feststellungen der Mönchengladbacher Polizei nun verdoppeln.
(Quelle: www.dekra.net)



